Hochtrabende Pläne und der Boden der Realität

30 Jahre wurde geredet, 4 Jahre geplant, jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. So lässt sich die Geschichte der Schwimmbadsanierung kurz zusammenfassen. Gemeinderatsprotokolle aus den früheren 70-er Jahren belegen, dass man schon früh wusste, dass die Technik des Freibades einer Erneuerung bedarf. Doch immer fehlte das Geld. Mitte der 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Sache dringlich, weil seit 1997 eine neue EU-Badewasserverordnung gilt. Im Jahr 2000 wurden dem Gemeinderat verschiedene Studien vorgelegt mit drei Grundvarianten:

die “große Lösung“ mit Frei- und Hallenbad

die “technische Lösung“ mit der Erneuerung der Technik und Attraktivitätssteigerung des Freibades durch zusätzliche Attraktionen

die Naturbadlösung

Vor dem Hintergrund erwarteter Millionenerlöse aus dem Verkauf von Aktien der Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW) verfolgte der Gemeinderat zunächst die “große Lösung“. Bald wurde jedoch klar, dass die dadurch entstehenden Folgekosten nicht finanziert werden können. Jetzt wurde die “technische Lösung“ favorisiert. Die Ausschreibungsergebnisse stimmten jedoch hinten und vorne nicht mit den vom Planungsbüro errechneten Kosten zusammen. Nach einer dramatischen Diskussion und den Protest von über 1000 Bürgern auf dem Rathausplatz wurde das komplette Planungs- und Ausschreibungsverfahren im November 2003 gestoppt, der Beschluss gefasst, das Schwimmbad im Jahr 2004 zu schließen und nochmals mit den Überlegungen ganz von vorne anzufangen.

Naturbad – alles andere als eine Notlösung

Erst jetzt rückte die bereits im Jahr 2000 dem Gemeinderat vorgestellte Naturbadlösung so richtig ins Blickfeld. Schnell stellte sich heraus, dass dies alles andere als eine Notlösung sein wird. Keine Chemie, mehr Natur, bessere Hautverträglichkeit des Wasser,  gesündere Umwelt – und dazu eine Gestaltung, die ausgesprochen attraktiv und vor allem für Familien, Kinder und Jugendliche eine wirkliche Bereichung sein wird. Das waren die Argumente, die den Gemeinderat schnell überzeugten, sich für die Naturbadlösung zu öffnen. Hinzu kommt, dass damit die Stadt Trossingen in der gesamten Region Schwarzwald-Baar-Heuberg eine einmalige Attraktion bieten wird.

So fasste schließlich der Gemeinderat im Frühjahr 2004 den Beschluss, das städtische Freibad in ein Naturbad umzubauen. Mit der Planung wurde die Firma Wasserwerkstatt, Bamberg, beauftragt. Baubeginn soll im Herbst 2004 sein, so dass rechtzeitig zu den Sommerferien 2005 das Bad der Trossinger Bevölkerung und der Umgebung wieder zur Verfügung steht.

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Ansprechpartner

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