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Kommunales Kino: Stadt Trossingen

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Kommunales Kino

Hauptbereich

In Zusammenarbeit mit dem Foto-Film-Video Club Trossingen e.V.

Filmbegeisterte Vereinsmitglieder - eine bunte Mischung verschiedener beruflicher Hintergründe - gestalten im Team das saisonale Programm für die Filmveranstaltungen. Das Programm verbindet Altes und Neues, Östliches und Westliches, kümmert sich besonders um das deutsche und europäische Filmschaffen, vergisst die "Filme des Südens" aus Afrika, Asien und Lateinamerika nicht und widmet sich auch den vielfältigen Genres. 

Das KoKi Trossingen ist "Kino in der Stadt für die Stadt" und den Interessen der Menschen zugewandt und verbunden.

Vorführungen finden im 14-tägigen Rhythmus im Saal des Hotel-Restaurants Linde, Achauerstraße 1, Seiteneingang Gaisengasse, Trossingen, statt.  Beginn jeweils um 20.15 Uhr. * Beginn bereits um 15.00 Uhr.

Aktuelles Programm

Aktuelle Vorführungen

Zeitraum

Film: Die Frau, die vorausgeht

Datum 27.02.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben
Kategorien , Sonstiges

Genre: Historie / Drama
USA 2017
Regie: Susanna White
Drehbuch: Steven Knight
Länge: 102 Min.
FSK 12
 

New York, im Frühjahr 1889.

Nach einem Jahr der Trauer um ihren verstorbenen Mann beschließt die Malerin Catherine Weldon (Jessica Chastain), dass nun endlich die Zeit für einen Neuanfang gekommen ist. Unbeeindruckt von gesellschaftlicher Konvention und ganz auf sich allein gestellt, begibt sie sich auf die ebenso beschwerliche wie gefährliche Reise nach North Dakota mit einem klaren Ziel vor Augen: Sie will den legendären Sioux-Häuptling Sitting Bull porträtieren.

Vor Ort macht sich Catherine mit ihrer romantischen Vorstellung von einem selbstbestimmten Leben im „wilden Westen“ jedoch schnell Feinde. Vor allem Colonel Groves (Sam Rockwell) ist die selbstbewusste Witwe mit ihrer Sympathie und Engagement für die amerikanischen Ureinwohner ein Dorn im Auge. Mit allen Mitteln versucht er, die unbequeme Frau wieder loszuwerden.

Häuptling Sitting Bull (Michael Greyeyes) hingegen lernt Catherine als einen friedfertigen und besonnenen Mann kennen, dessen Vertrauen und Zuneigung sie bald gewinnt. Sie beeindruckt ihn sogar so sehr, dass er der mutigen und unangepassten Malerin den indianischen Namen „Frau geht voraus“ gibt. Als Colonel Groves und seine Leute beginnen, die letzten Stammesmitglieder auszuhungern und zu vertreiben, muss Catherine sich endgültig entscheiden, wie weit sie im schicksalhaften Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit bereit ist zu gehen.

Das von Susanna White bildgewaltig in Szene gesetzte Historienepos DIE FRAU, DIE VORAUSGEHT basiert auf der Biografie der Künstlerin und Aktivistin Catherine Weldon, die Ende des 19. Jahrhunderts ihrer Zeit weit voraus war. Mit unbändigem Mut stand sie für ihre Ideale ein, folgte ihrer Leidenschaft und kämpfte für mehr Menschlichkeit.

Die grandiose Jessica Chastain (MOLLY’S GAME) verleiht dieser bewundernswerten Frau Stärke und Sanftheit zugleich. Der legendäre SiouxHäuptling Sitting Bull, eindrucksvoll verkörpert vom Kanadier Michael Greyeyes (AMERICAN GODS), lehrt sie in der unendlichen Weite des amerikanischen Westens vor allem eines: richtig zu leben. In weiteren Rollen glänzen der frisch gekürte Oscar-Preisträger Sam Rockwell (THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI) als unbelehrbarer US-Soldat, sowie Ciarán Hinds (RED SPARROW), Chaske Spencer (TWILIGHTSaga) und Bill Camp (RED SPARROW). DIE FRAU, DIE VORAUSGEHT ist eine ergreifende Geschichte von weiblicher Emanzipation und vom Freiheitskampf eines diskriminierten Volks, dessen Häuptling in Catherines Kunstwerken weiterlebt.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung  

Film: Gundermann

Datum 13.03.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien , Sonstiges

Genre: Drama/Biopic/Musik
Deutschland 2018
Regie: Andreas Dresen
Drehbuch: Laila Stieler
Länge: 127 Min.
FSK 12 

GUNDERMANN erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. GUNDERMANN ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. GUNDERMANN ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit.

Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in GUNDERMANN einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren. Das Drehbuch stammt von Laila Stieler. Die Hauptrolle spielt Alexander Scheer, der alle Lieder im Film selbst eingesungen hat. Anna Unterberger steht als seine Frau Conny Gundermann vor der Kamera. In weiteren Rollen sind unter anderem Axel Prahl, Thorsten Merten, Bjarne Mädel, Milan Peschel, Kathrin Angerer und Peter Sodann zu sehen.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung  

Film: Glücklich wie Lazzaro

Datum 27.03.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien , Sonstiges

Genre: Märchen/Realität
Italien/Schweiz/Frankreich/Deutschland 2018
Regie & Drehbuch: Alice Rohrwacher
Länge: 127 Min.
FSK 12
FBW-Filmbewertung - Prädikat besonders wertvoll

Der faszinierend kunstvolle Spielfilm von Alice Rohrwacher erzählt von Lazzaro, der genügsam und zufrieden mit sich und der Welt inmitten einer kleinen Gemeinde in einem abgelegenen Tal in Italien lebt. Bis die Verkettung der Ereignisse das Leben aller für immer verändert.

Jeder erteilt ihm Befehle, keiner nimmt ihn wahr. Und doch ist Lazzaro, der junge Mann, der selten spricht und immer gehorcht, ein glücklicher Mensch. Er braucht nicht viel zu seinem Glück in dem Tal, wo er mit den anderen zusammenlebt. Das Tal selbst gehört einer reichen Gräfin, die die Bewohner wie Leibeigene ausnutzt. Als sie eines Tages ihren gelangweilten Sohn zu sich holt, findet dieser Gefallen an Lazzaros Gesellschaft. Doch eines Tages geschieht ein Unglück. Ein Unglück, welches für Lazzaro das Ende seiner Lebensreise bedeuten könnte. Aber in Wahrheit erst der Anfang ist.

Der neue Film von Alice Rohrwacher begeistert durch seine faszinierende Mischung von dokumentarisch anmutenden authentischen Aufnahmen und dem Stilmittel des magischen Realismus. Die kargen Umstände im abgelegenen Tal und später in der anonymen Großstadt fängt der Film komplett realistisch und ungeschönt ein. Die Last der harten Arbeit erscheint für den Zuschauer fast greifbar, so sehr wird die Kamera ein Teil des Geschehens. Und doch findet Rohrwacher genau die richtigen filmischen Mittel, um das Leben der Gruppe mit einer fast schon verträumten, malerischen Harmonie darzustellen.

Das kichernde Flüstern der Schwestern, das Zerstäuben des gedroschenen Heus in der Sommerluft, das Zirpen der Zikaden unter den Orangenhainen und die epochale Orgelmusik auf den Straßen der Großstadt – Rohrwacher arbeitet mit Licht, Tiefenschärfe, Musik und Sound, um die Atmosphäre des Films immer mehr zu verdichten. Und inmitten dieser fast schon träumerisch anmutenden Szenerie wirkt Lazzaro selbst wie ein Wesen, das nicht von dieser Welt zu sein scheint. Adriano Tardiolos feine Gesichtszüge lassen Lazzaro wie einen Engel wirken. Und immer mehr auch wie einen Märtyrer, der das Leiden der Welt in sich aufnimmt und seine Unschuld nie verliert. Wie ein Mahnmal des Guten steht Lazzaro dabei auch inmitten einer von Kapitalismus und Gier korrumpierten Gesellschaft – eine kritische Haltung, die Rohrwacher immer streift, nie aber ins Zentrum ihrer Erzählung stellt.

GLÜCKLICH WIE LAZZARO ist ein mitreißender und begeisternder Filmfluss, dem man gerne folgt. Hohe Filmkunst, die glücklich macht.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung   

Film: Cold War - Der Breitengrad der Liebe

Datum 10.04.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien , Sonstiges

Genre: Romanze/Drama in schwarz/weiß
Polen/Großbritannien/Frankreich 2018
Regie: Pawel Pawlikowski
Drehbuch: Pawel Pawlikowski & Janusz Glowacki
Länge: 89 Min.
FSK 12

Der Pianist Wiktor (Tomasz Kot) ist eine Art musikalischer Feldforscher:

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fährt er gemeinsam mit seiner Kollegin und Geliebten Irena (Agata Kulesza) übers Land und sammelt mit einem Tonbandgerät traditionelle Volkslieder, die so für die Nachwelt erhalten werden sollen. Mit dem gesammelten Material gründet er ein Konservatorium und lädt begabte Sänger*innen und Tänzer*innen ein, diese Weisen einzustudieren und auf die Bühne zu bringen.

Unter den jungen Menschen, die sich um die Aufnahme in die Akademie bewerben, ist auch Zula (Joanna Kulig), die über ein außerordentliches musikalisches Talent verfügt, über deren Vergangenheit aber ein dunkler Schatten liegt: Weil ihr Vater sie sexuell bedrängte, stach sie ihn mit einem Messer nieder: „Er hat mich mit meiner Mutter verwechselt und ich habe ihm mit dem Messer den Unterschied gezeigt“, so wird Zula an einer Stelle ihrem Liebhaber trotzig gestehen. Seitdem aber steht sie unter verschärfter Beobachtung der Behörden und wird sogar dazu gezwungen, Wiktor auszuspionieren. Doch auch sonst sticht Zula aus der Truppe deutlich heraus - wie sehr, das zeigt sich bereits bei der Aufnahmeprüfung, in die sie kaum vorbereitet hereinplatzt, dann ein anderes Mädchen dazu überredet, bei deren Lied die zweite Stimme zu singen - und genau dadurch erst wird dieses Stück, das sich wie ein Leitmotiv durch den gesamten Film ziehen wird, zu etwas ganz Besonderem, zu einem von vielen magischen Momenten.

Kein Wunder also, dass Wiktor sich von dieser schönen, spröden, trotzigen jungen Frau mit dem ungeheuren Talent magisch angezogen fühlt. Und weil auch Zula diese Gefühle erwidert, wird aus den beiden ein heimliches Liebespaar. Aber es ist keine Liebe, die unter einem guten Stern steht: Weil Wiktor aufgrund der zunehmenden Einmischung der Staatsgewalt in seine künstlerische Arbeit keine Perspektive mehr in Polen sieht, nutzt er eine Tournee nach Ost-Berlin zur Flucht in den Westen. Zula aber, die eigentlich versprach, mit ihm zu kommen, erscheint nicht. Und so verbringt Wiktor die nächsten Jahre in Paris, wo er sich als Filmkomponist und Jazzpianist durchschlägt - bis eines Tages Zula vor ihm steht. Es ist das Wiederaufflammen einer leidenschaftlichen Affäre - denn obwohl es immer wieder andere Partner in ihrem Leben gibt, können die beiden nicht voneinander lassen. Nur: Zusammen funktioniert es eben auch nicht. Und so treibt die Beziehung auf einen Höhepunkt hin, in dem diese Liebe endlich ihre Erfüllung finden kann.

Mit Cold War ist Pawel Pawlikowski (Ida) ein unendlich sinnlicher Film gelungen: Mit kristallklaren Schwarzweißbildern im 4:3-Format, betörenden musikalischen Einlagen, durch die einem polnische Volkslieder wie die schönste und melancholischste Musik der Welt erscheinen und einer absolut hinreißenden Joanna Kulig, die in manchen Momenten an die große Jeanne Moreau, und dann an die nicht minder bedeutende Hildegard Knef erinnert, zeichnet das Werk mit seiner Laufzeit von gerade mal 84 Minuten ein präzises und ungeheuer prägnantes Bild einer Liebe vor dem Hintergrund der Nachkriegszeit. Die Szenen und Dialoge sind dabei so kunstvoll verknappt und verdichtet, die Montage so straff und pointiert gesetzt, dass man beinahe atemlos und zutiefst ergriffen diesem Paar dabei zuschaut, wie es dem Abgrund entgegentreibt.

Wer nun freilich glaubt, eine Liebe wie diese, so leidenschaftlich und so (selbst)zerstörerisch, könne es gar nicht wirklich geben, wird am Schluss eines Besseren belehrt: Pawel Pawlikowski hat diesen Film seinen beiden Eltern gewidmet: Die Hauptpersonen in seiner herzergreifend düsteren Romanze tragen deren Namen und wie man aus dem Presseheft zum Film erfährt, verband die Eltern des Regisseurs, die 1989 kurz vor dem Fall der Berliner Mauer und damit dem Ende des Kalten Krieges verstarben, eine wohl ganz ähnliche Art der Beziehung. Insofern hat Pawel Pawlikowski nicht nur dem Publikum, sondern auch seinen Eltern posthum ein wundervolles Geschenk gemacht - ein Denkmal für die Lieben, die den Wechselfällen der Nachkriegszeit unterworfen waren. Und eine Erinnerung daran, dass die Liebe eben auch immer wieder ein Schlachtfeld ist - im Großen wie im Kleinen.

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung  

Film: Deine Juliet

Datum 24.04.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien , Sonstiges

Genre: Literaturverfilmung
Großbritannien/USA 2018
Regie: Mike Newell
Drehbuch: Thomas Bezucha, Don Roos, Kevin Hood nach dem Briefroman von Mary Ann Shaffer
Länge: 124 Min.
FSK 6

London in den späten vierziger Jahren. Die junge Schriftstellerin Juliet Ashton (Lily James) erhält eines Tages einen außergewöhnlichen Brief. Der literaturbegeisterte Farmer Dawsey Adams (Michiel Huisman) lebt auf der abgelegenen Kanalinsel Guernsey und ist auf der Suche nach einem besonderen Buch, wofür er Juliet um Hilfe bittet. Juliet ist sofort angetan von Dawseys Brief.

Umso mehr, als sie erfährt, dass er zusammen mit einigen Bewohnern von Guernsey den Literaturverein „Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ gegründet hat. Dessen liebenswerte und teils exzentrische Mitglieder halfen sich damit über die Zeit während des 2.Weltkriegs hinweg. Juliet beschließt kurzerhand, nach Guernsey zu reisen und über den Buch-Club zu schreiben. Auf der Insel angekommen, lässt sie die Geschichte ihrer Bewohner schon bald nicht mehr los. Und bereits im Moment der ersten Begegnung mit Dawsey wird klar, dass Juliet eine Reise begonnen hat, die ihr Leben für immer verändern wird.

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung  

Film: ALDEBARAN und die Meeresschützer

Datum 08.05.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien , Sonstiges

Prominente Meeresschützer wie Fürst Albert II. von Monaco und Frank Schweikert von der deutschen Meeresstiftung suchen nach Lösungen und stellen Forderungen an Politik, Wirtschaft und Verbraucher. Denn vor allem das Plastik landet wieder auf unseren Tellern.

Fürst Albert von Monaco und Frank Schweikert engagieren sich seit vielen Jahren weltweit für die Rettung unserer Gewässer. Während der Fürst vor allem internationale Forscher, Meeresschützer und Politiker an einen Tisch bringt, ist Frank Schweikert mit seinem Forschungssegler "Aldebaran" zumeist auf europäischen Gewässern unterwegs. Sein Motto: vom Wissen zum Handeln. Denn der größte Lebensraum unseres Planeten ist in Gefahr. Überfischung, Klimawandel, der Anstieg des Meeresspiegels, Müll, Energiegewinnung, Tiefseebergbau und vieles mehr bedrohen unsere Ozeane. So vielfältig sind die Gefahren, sagt Frank Schweikert, dass entsprechend umfangreich und weitreichend die notwendigen Maßnahmen organisiert werden müssen.

Fürst Albert und Frank Schweikert sind mit vielen anderen Wissenschaftlern einig: Das Überleben der Meeresbewohner und der Menschen auf der Erde ist ohne funktionsfähige Ozeane nicht möglich. Dabei ließe sich auf Basis des heute verfügbaren Wissens zahlreiche Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung der Ozeane umgehend umsetzen, so Schweikert.

Beide haben dasselbe Ziel: Die Menschen für das Thema sensibilisieren, ihnen sozusagen alles einzuflüstern, damit sie verstehen, warum es keine Alternative zum Meeres- und Gewässerschutz gibt. Und dann Politiker zum Handeln bewegen. Für diesen Einsatz bekommen Frank Schweikert und die Deutsche Meeresstiftung, zusammen mit Fürst Albert II. und der Monaco-Stiftung, am 8. Juni den renommierten Europäischen Kulturpreis "Taurus" in Dresden überreicht.

Für "planet e." Anlass, dem Fürsten und dem Forscher über die Schulter zu schauen und sie in Monaco und bei aktuellen Forschungstouren mit der "Aldebaran" auf dem Bodensee und auf der Elbe zu begleiten.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung  

Film: Die Schneiderin der Träume

Datum 22.05.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien

Genre: Romanze/Drama
Indien/Frankreich 2018
Regie & Drehbuch: Rohena Gera
Länge: 99 Min.
FSK 0

Das Leben meint es nicht gut mit Ratna (Tillotama Shome). Gerade einmal 19 Jahre ist sie, als ihr Mann verstirbt. Da sie aus einer armen Familie stammt, nie wirklich Geld besessen hat, muss sie sich nun selbst darum kümmern, um über die Runden zu kommen. Dabei hat sie noch Glück im Unglück: Der aus den USA zurückgekehrte Ashwin (Vivek Gomber), bei dem sie als Dienstmädchen arbeitet, ist überaus freundlich und will ihr dabei sogar bei ihrem Traum helfen, Modedesignerin zu werden. Doch nach einiger Zeit müssen die zwei feststellen, dass sie mehr eint als nur eine Arbeitsbeziehung.

Viel braucht die indische Regisseurin und Drehbuchautorin Rohena Gera nicht, um ihre Figuren dem Publikum vorzustellen. Sie braucht vor allem keine Worte. Ratna wird früh als Frau gezeigt, die es gelernt hat sich unterzuordnen. Weil sie aus einer niedrigen Gesellschaftsschicht stammt. Weil sie eine Frau ist. Ashwin hingegen ist das egal. Er war in den USA, hat es dort zwar nicht zum Schriftsteller geschafft, aber doch jede Menge Erfahrungen mitgenommen. Und auch westliche Wertvorstellungen. Er nimmt Sachen gern selbst in die Hand, hält nichts von arrangierten Ehen oder den Erwartungen, die an einen Mann der indischen Oberschichte gestellt werden.

Ein Spiel der Kontraste
Gera zeigt damit nicht nur einen starken Kontrast auf, zwischen Mann und Frau, Ost und West, Tradition und Moderne. Sie legt damit auch den Grundstein für ein romantisches Drama, das sich mit der Situation in ihrem Heimatland auseinandersetzt. Dieses ist ja in erster Linie für die farbenfrohen Musicalausflüge des Bollywoods bekannt, schwelgerische Schmonzetten, in denen alle Menschen gut aussehen und am Ende das bekommen, was sie verdienen. Die große Liebe.

"Die Schneiderin der Träume" ist trotz des romantischen deutschen Titels damit aber kaum zu vergleichen. Zwar tragen auch hier die Damen gerne mal feuerorangefarbene Kleidung, wird von einem besseren Leben geträumt. Und natürlich bringt die Geschichte alles mit für eine moderne Cinderella-Geschichte. Aber es bleiben eben Träume.

Das Drama, welches bei der International Critics’ Week der Filmfestspiele von Cannes 2018Premiere feierte, zeigt, wie noch immer das alte Kastendenken die Menschen bestimmt. Wie schwierig es ist, aus diesem auszubrechen, überlieferte Rollenmuster und Traditionen hinter sich zu lassen.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung   

Film: Mario - Folgst du deinem Herzen oder spielst du nach den Regeln?

Datum 05.06.2019
Uhrzeit 19:30 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien

Genre: Romanze/Drama/Sport
Schweiz 2018
Regie: Marcel Gisler
Drehbuch: Marcel Gisler, Thomas Hess, Frédéric Moriette
Länge: 119 Min.
FSK 0 

Im (Profi-)Fußball ist das Thema Schwulsein noch immer tabubehaftet. Daran haben auch die öffentlichen Coming-outs des ehemaligen deutschen Profi-Fußballspielers Thomas Hitzlsperger oder des Schweizer Profi-Schiedsrichters Pascal Erlachner nur bedingt etwas geändert. Während sich Sherry Hormanns „Männer wie wir“ (2004) oder Róbert I. Douglas’ „11 Men Out“ (2005) diesem Sujet in erster Linie komödiantisch widmeten, hat sich Marcel Gisler in seiner neuen Arbeit „Mario“ sehr ernsthaft mit der Liebe zwischen zwei Fußballspielern und den daraus entstehenden Problemen befasst.

Die Titelfigur Mario Lüthi (Max Hubacher) wohnt mit den Eltern Daniel (Jürg Plüss) und Evelyn (Doro Müggler) in der Nähe von Bern. Der junge Mann ist als Spieler in der U21-Mannschaft der BSC Young Boys aktiv und gilt als Nachwuchshoffnung. Seine Chancen, bald in die erste Mannschaft aufzusteigen, stehen gut; der Spielerberater Peter Gehrling (Andreas Matti) soll ihm dabei helfen, sein Ziel zu erreichen. Der aus Hannover kommende Leon Saldo (Aaron Altaras), der eines Tages zu Marios Team hinzustößt, droht zunächst ein Konkurrent für Mario zu werden – rasch zeigt sich allerdings, dass die beiden auf dem Spielfeld optimal miteinander harmonieren.

Auf Anordnung des Trainers Roger Maillard (Joris Gratwohl) beziehen Mario und Leon eine Spieler-WG in der Stadt – und verlieben sich ineinander. Es dauert nicht lange, bis innerhalb der Mannschaft Gerüchte umgehen, weshalb Mario und Leon ihre Gefühle füreinander gänzlich verbergen müssen. Um seinen weiteren Karriereweg nicht zu gefährden, gibt Mario seine beste Freundin Jenny (Jessy Moravec) in der Öffentlichkeit als Alibi-Lebensgefährtin aus. Leon ist indes nicht bereit, sich zu verstellen.

„Mario ist weder laut noch aufrührerisch oder auf grosse politische Wirkung zielend. Vielmehr erzählt Gisler die stille, aber umso berührendere Geschichte einer grossen Liebe, die sich letztlich so auch in einem anderen Kontext eines 'Liebesverbots' zutragen könnte.“  Zitat aus der Aargauer Zeitung

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung  

Film: Der Trafikant

Datum 19.06.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien

Genre: Tragikomödie
Österreich/Deutschland 2018
Regie: Nikolaus Leytner
Drehbuch: Nikolaus Leytner, Klaus Richter nach dem gleichnamigen Bestseller von Robert Seethaler
Länge: 114 Min.
FSK 12

Wien 1937: Der siebzehnjährige Franz Huchel (Simon Morzé) kommt in die Stadt, um eine Lehrstelle in einer Trafik (österreichisch für Tabak- und Zeitschriften-Laden) bei einem Jugendfreund der Mutter  (Johannes Krisch) anzutreten. Huchel ist naiv, verträumt und behütet auf dem Land aufgewachsen. Die Großstadt überfordert den Jungen. Durch die Zeitungen lernt er die Welt kennen, am Prater die Liebe, als er auf Tänzerin Anezka (Emma Drogunova) trifft. Doch Wien im Jahr 1937 steht kurz vor einem brutalen Umschwung.

Wenn der Kopf nicht weiterweiß, soll man dem Herzen folgen. In der Trafik lernt Huchel zufälligerweise den schon damals berühmten Sigmund Freud (Bruno Ganz) kennen. Huchel erhofft sich einen guten Rat in Liebesdingen, denn Anezka betrachtet den Burschen bloß als Affäre. Dummerweise ist auch Freud in Sachen Frauen überfragt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine eigenwillige Freundschaft. Dann wird Österreich ans Reich angeschlossen und Wien ändert seine Farben.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung   

Film: 25 km/h

Datum 03.07.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien

Genre: Komödie/Road Movie
Deutschland 2018
Regie: Markus Goller
Drehbuch: Oliver Ziegenbalg
Länge: 116 Min.
FSK 6

Es macht sofort gute Laune, den Manager Christian (Lars Eidinger) in Anzug mit Krawatte auf dem alten Mofa mit Hochlenker kauern zu sehen. Gefolgt wird er von seinem Bruder Georg (Bjarne Mädel), ebenfalls im Beerdigungsanzug und auf einem motorisierten Zweirad, das die titelgebende Geschwindigkeit nicht übersteigt. Es sei denn, die Fahrt geht, mit lautem Geschrei Christians, gerade bergab. So durchzieht diese Komödie, in der es um die Befreiung aus persönlichen Sackgassen geht, schon rein optisch eine ironisch gebrochene Easy Rider-Atmosphäre.

Überhaupt ist ein auf das Medium Spielfilm im Allgemeinen und das Buddy-Movie im Besonderen anspielender Humor ein Kennzeichen dieser fidelen Komödie, die selbst aus lauter Versatzstücken besteht. Selbstbewusst präsentiert sie sich als Konfektionsware, die den Publikumsgeschmack treffen will. Denn ist Film nicht auch ein Konsumartikel wie ein Hugo oder ein Aperol Spritz, entweder in seiner Rezeptur gerade angesagt oder eben nicht?

Christian kehrt zur Beerdigung seines Vaters nach 30 Jahren in seinen Heimatort im Schwäbischen zurück. Er ist Manager in Singapur und Handyanrufe verfolgen ihn auf Schritt und Tritt. Georg hat das Provinzkaff nie verlassen, er wurde Tischler, kümmerte sich um seinen Vater, bis zum Schluss. Christian, der in Singapur einsam ist, kreischt vor Freude laut auf, als er auf dem Dachboden die alte Tischtennisplatte entdeckt. Ein nächtliches Match lockert auch den sehr reservierten Georg, spontan holen die Brüder ihre Mofas hervor und fahren los, fort, weit fort.

Bei einer der vielen brüderlichen Aussprachen unterwegs wird Georg seinem Bruder vorhalten, dass der Vater im Alter immer nach ihm gefragt, er sich jedoch nie gemeldet habe. Später wird Christian dem Bruder vorhalten, er sei nur zu feige gewesen, auch wegzuziehen. Wie oft hat man nicht schon Geschwister im Film Dialoge wie diese wechseln hören?

Dass diese Reise trotzdem so leicht und locker, ja beschwingt verläuft, liegt am treffenden Humor.

Indem die beiden Brüder wieder große Jungs sind und den Spaß in ihr festgefahrenes Leben lassen, entdecken sie neue Wege, stoßen sich gegenseitig aus dem Trott, hin zu den Hürden, vor denen sie immer zurückscheuten. Georg zum Beispiel redet sich die zögerliche Haltung gegenüber der von ihm verehrten, unglücklich verheirateten Tanja (Sandra Hüller) schön, indem er sagt, er respektiere den Stand der Ehe. Auch die Auftritte weiterer bekannter Schauspieler wie Alexandra Maria Lara, Wotan Wilke Möhring, Jella Haase mehren den Filmgenuss, zu dem die launige Musikbegleitung mit Rock- und Popsongs ebenfalls ihren Teil beiträgt. Dem Duo Goller und Ziegenbalg ist also erneut ein stimmiger Film gelungen. Trotz seines Mainstreamcharakters erweist er sich als pfiffig genug, um beschwingtes Kinovergnügen zu bieten.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung