Lebenssituationen

In den hier aufgelisteten Lebenssituationen wie "Geburt", "Heirat" oder "Studium" sind die wesentlichen Informationen zum Bereich Bürgerservice zusammengefasst. Entsprechendes gilt für Themenkomplexe wie "Bauen" oder "Umzug". Zu den jeweiligen Lebenslagen erhalten Sie auch Tipps und Checklisten - etwa dazu, was bei einer Unternehmensgründung üblicherweise und in welcher Reihenfolge zu erledigen ist - sowie weiterführende Links zu anderen Internetangeboten.

 

Lebenslagen | Weiterbildung | 1. Lebenslanges Lernen

1. Lebenslanges Lernen

Aufgrund demographischer Veränderungen (höhere Lebenserwartung und damit verbunden mehr ältere Arbeitnehmer) und Umbrüchen in der Arbeitswelt (veränderte Arbeitsbedingungen, technischer Fortschritt, neue Berufsbilder) werden Bildung und Wissen zunehmend entscheidende Wettbewerbsfaktoren für jeden Einzelnen. Auch bei der Integration von Migranten oder älteren Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt spielt Weiterbildung eine nicht unwesentliche Rolle.

Da Lernen in allen Lebensphasen stattfinden sollte, hat sich dafür der Begriff "Lebenslanges Lernen" etabliert.

Tipp: Über aktuelle Projekte und Aktivitäten im Weiterbildungsbereich informiert das Kultusportal Baden-Württemberg auf seinen Internetseiten – dort finden Sie auch interessante Links zum Thema "Lebenslanges Lernen". Die Bundesagentur für Arbeit hat die Broschüre "Weiterbildung – Lernen ein Leben lang" herausgegeben, die hilfreiche Informationen und Tipps enthält.

Lernformen und Lernvoraussetzungen

Weiterbildung entwickelt sich fort und ist ständigen Neuerungen unterworfen. Längst gibt es Alternativen zu Kursen im traditionellen Frontalunterricht. Durch den Einsatz neuer Medien und moderner Unterrichtsmittel haben sich neue Lernformen entwickelt:

  • Telelearning
    Beim Telelearning (Fernlernen) gibt es keinen persönlichen Kontakt zwischen dem Lernenden und einem Lehrer. Die Inhalte werden über Medien vermittelt (z.B. Skripte, Bücher) und müssen im Selbststudium angeeignet werden.
  • E-Learning
    Das E-Learning ist eine Sonderform des Fernlernens. Dabei werden Lernmaterialien und -inhalte über digitale Medien (Web Based Training – WBT oder Computer Based Training – CBT) präsentiert und an die Lernenden meist über eine Lernplattform verteilt.
    Im Gegensatz zum reinen Telelearning finden beim E-Learning auch Kommunikationsprozesse zwischen Lernenden und Lehrenden, aber auch zwischen den Lernenden selbst statt. Diese werden über die Lernplattform (meist über das Internet) organisiert und abgewickelt. Auch persönliche Kontakte können in einem solchen Szenario über Audio- und Videoverbindungen stattfinden.
    Die Möglichkeiten der internetbasierten Kommunikation werden durch das Web 2.0, das jedem Internetnutzer erlaubt, Inhalte aktiv mitzugestalten, entscheidend erweitert. So können beispielsweise Inhalte mittels RSS-Feeds (kurze Nachrichten, die den Internetnutzer über Änderungen oder neue Inhalte einer Website informieren und mittels Link direkt zu der Seite führen), Blogs (eine Art Tagebuch oder Journal, über das Neuigkeiten bekannt gegeben werden und die Nutzer untereinander Kontakt halten können) oder Podcasts (Audio- oder Videodateien) an die Lernenden herangetragen und teilweise auch bearbeitet werden.
  • Mobile Learning
    Mobile Learning ist ortsunabhängiges Lernen mit tragbaren Endgeräten (z.B. wenn Sie einen Vortrag in Form eines Podcasts auf Ihrem Mp3-Player abspielen).
  • Blended Learning
    Blended Learning verbindet traditionelle Lehrmethoden (Vortrag durch den Lehrenden) mit digitalen Mitteln des E-Learning.

Auch in der Hochschulbildung werden immer häufiger neue Lernformen zusätzlich zum üblichen Vortrags- und Seminarangebot eingesetzt. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Kapitel "Sonderformen der Hochschulbildung" der Lebenslage "Studium".

Das reichhaltige Angebot an unterschiedlichen Unterrichtsformen ermöglicht es Ihnen, die Weiterbildung auszuwählen, die Ihren Bedürfnissen und Lernvoraussetzungen am meisten entgegenkommt.

Wenn Sie sich für Weiterbildung interessieren, sollten Sie sich zuerst darüber klar werden, welche Voraussetzungen Sie für die Teilnahme an bestimmten Angeboten mitbringen. Haben Sie beispielsweise noch keine Erfahrung im Umgang mit dem Internet, empfiehlt sich der Erwerb eines "Internetführerscheins" in einer Gruppe.

Vergewissern Sie sich, ob die Präsentation von Inhalten Ihren individuellen Lerngewohnheiten entspricht:

  • Lernen Sie lieber gemeinsam mit anderen oder für sich alleine?
  • Wie können Sie sich Informationen am einfachsten einprägen? Wenn Sie
    • die Informationen lesen (visueller Lerntyp),
    • einem Vortragenden zuhören (auditiver Lerntyp),
    • schreiben oder sich mit Mitlernenden über die Inhalte austauschen (kommunikativer Lerntyp),
    • die Sache anfassen können (motorischer Lerntyp).

Tipp: Zahlreiche Lerntipps finden Sie im Weiterbildungsportal Baden-Württemberg. Die Demo des Lernprogramms "Erfolgreich Lernen" hilft Ihnen, Ihren Lerntyp zu bestimmen und vermittelt Lerntechniken sowie praktische Hinweise für effektiveres Lernen unter Verwendung von Praxisbeispielen.

Nähere Informationen zu den Auswahlkriterien für Weiterbildungsangebote finden Sie in dem gleichnamigen Unterkapitel.