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"Hohner und die 'Roaring Twenties' - Das prägende Wirken der zweiten Fabrikantengeneration"

Autor: GBJ-Hauptamt
Artikel vom 10.09.2020

Das Deutsche Harmonikamuseum präsentiert die Sonderausstellung vom 13.09. bis 15.11.2020 anlässlich des 150. Geburtstages von Gründersohn Hans Hohner.

Im Museum in der Hohnerstraße 4/1, ist die Ausstellung zu folgenden Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag sowie Sonn- und Feiertag, jeweils 13.30 – 17.00 Uhr
zu sehen.
Angemeldete Gruppen auch zu anderen Zeiten.


RAHMENPROGRAMM

Die Sonderschau wird von einem reichhaltigen Begleitprogramm flankiert. Rätselfreunde können sich mit einem Bildersuchspiel auf die Spuren der 20er Jahre durch Trossingen begeben und wertvolle Preise gewinnen.

Termine Stadtführungen auf den Spuren 2. Fabrikantengeneration:           
Freitag, 16.10., 18.00 Uhr, Freitag, 23.10., 17.00 Uhr, Sonntag, 8.11., 14.00 Uhr, Sonntag, 15.11., 14.00 Uhr.
Anmeldungzu den Führungen ist nicht zwingend erforderlich, wird jedoch wegen der bestehenden Corona-Schutzbestimmungen dringend empfohlen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Internet und der Tagespresse.

Führungen durch die Sonderausstellung können gebucht werden.

Abschlussveranstaltung (in Kooperation mit der VHS) am Montag, 16.11., 19.00 Uhr: 
Vortrag Prof. Walter Mühlhausen: „Die Goldenen 20er – ein trügerischer Schein“.

 

WISSENSWERTES RUND UM DIE AUSSTELLUNG

„Hohner“, seit Generationen ein klingender Name, nicht nur bei Harmonikafans rund um den Globus.
Zwischen dem legendären Firmengründer Matthias Hohner und seinem vielfach gerühmten Enkel Ernst Hohner liegt die etwas vergessene 2. Generation: Jacob (1861 – 1946), der Kommerzienrat; Matthias junior (1863 – 1929) und Andreas (1864  - 1926), beide Technische Direktoren; Hans (1870 - 1927), Motor und Leiter der Niederlassung in New-York; Will (1879 – 1933), Kaufmännischer Direktor und „Benjamin“, der insgesamt 13 Geschwister.
Die fünf  Söhne schufen eigentlich das Weltunternehmen Matth. Hohner AG.
Einerseits bewegten sie sich ganz in den traditionellen Bahnen des Vaters, der die Firma vom Einmannbetrieb zum größten Mundharmonikahersteller entwickelt hatte. Andererseits machten sich die Söhne nach der Geschäftsübernahme im September 1900 mit einer unerhörten Dynamik an den weiteren Ausbau hin zum dominanten Großbetrieb der Harmonikabranche.

Wesentliche Maßnahmen und Erfolge:

- 1902 – 1925: Ausbau des Firmenareals durch Backsteinbauten und später durch mächtige Produktionsgebäude aus Stahlbeton
- 1903: Aufnahme der Produktion von Handzuginstrumenten („Accordeons“)
- 1906 - 1929: Aufkauf renommierter Hersteller, zuletzt des weltweit größten Konkurrenten And’s Koch AG
- 1909: Gründung der Aktiengesellschaft (Familien-AG)
- 1920er: der vom Hohner-Marketing angefachte Mundharmonikaboom in den USA bringt Millionen von Dollar-Einnahmen.
- durch ihre Steuerkraft (und im wohlverstandenen Eigeninteresse!) förderte die Firma Hohner die Infrastruktur des Haupt-Standortes Trossingen / Württemberg. Höhepunkt dieser Entwicklung: Auf Betreiben der Fabrikanten erhielt der Ort 1927 die Stadtrechte.

Familienbande
Die Ausstellung spürt diesen Entwicklungssträngen nach, beleuchtet die Verhältnisse innerhalb der Familiendynastie. So verlief der Übergang von der 2. zur 3. Generation einfacher als gedacht. – Die acht Hohner-Töchter fallen nicht unter den Tisch. Tochter Brigitte Hohner, verheiratete Dorner, wird exemplarisch behandelt, auch weil ihr Sohn und ihr Enkel für die 3. und 4. Generation leitend in der Firma tätig waren.

Das neue Bauen der 1920er
hat im kleinen Ort Trossingen – untypisch für Deutschland – vielfältige Spuren hinterlassen; dabei herausragend: der Neubau der damals hochmodernen Friedensschule 1923/24. Das Prosperieren der Hohner AG ermöglichten die „Bauwut“ der 1920er.

„Roaring Twenties“
erlebte die Harmonikabranche in der Tat, vor allem in den USA. Zahlreiche Exponate dokumentieren die cleveren Werbekampagnen, die Hohner-USA sogar in Rundfunk und Film schaltete.
Unter der Vielzahl der ausgestellten Stücke finden sich zahlreiche Exponate, die erstmals öffentlich zu sehen sind.