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Kommunales Kino: Stadt Trossingen

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Bliss: Die Mannschaft
Kommunales Kino

Hauptbereich

In Zusammenarbeit mit dem Foto-Film-Video Club Trossingen e.V.

Filmbegeisterte Vereinsmitglieder - eine bunte Mischung verschiedener beruflicher Hintergründe - gestalten im Team das saisonale Programm für die Filmveranstaltungen. Das Programm verbindet Altes und Neues, Östliches und Westliches, kümmert sich besonders um das deutsche und europäische Filmschaffen, vergisst die "Filme des Südens" aus Afrika, Asien und Lateinamerika nicht und widmet sich auch den vielfältigen Genres. 

Das KoKi Trossingen ist "Kino in der Stadt für die Stadt" und den Interessen der Menschen zugewandt und verbunden.

Vorführungen finden im 14-tägigen Rhythmus im Saal des Hotel-Restaurants Linde, Achauerstraße 1, Seiteneingang Gaisengasse, Trossingen, statt.  Beginn jeweils um 20.15 Uhr. Der Film "Mario" am 5. Juni 2019 beginnt bereits um 19.30 Uhr.

Aktuelles Programm

Aktuelle Vorführungen

Zeitraum

Film: Mario - Folgst du deinem Herzen oder spielst du nach den Regeln?

Datum 05.06.2019
Uhrzeit 19:30 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben
Kategorien

Genre: Romanze/Drama/Sport
Schweiz 2018
Regie: Marcel Gisler
Drehbuch: Marcel Gisler, Thomas Hess, Frédéric Moriette
Länge: 119 Min.
FSK 0 

Im (Profi-)Fußball ist das Thema Schwulsein noch immer tabubehaftet. Daran haben auch die öffentlichen Coming-outs des ehemaligen deutschen Profi-Fußballspielers Thomas Hitzlsperger oder des Schweizer Profi-Schiedsrichters Pascal Erlachner nur bedingt etwas geändert. Während sich Sherry Hormanns „Männer wie wir“ (2004) oder Róbert I. Douglas’ „11 Men Out“ (2005) diesem Sujet in erster Linie komödiantisch widmeten, hat sich Marcel Gisler in seiner neuen Arbeit „Mario“ sehr ernsthaft mit der Liebe zwischen zwei Fußballspielern und den daraus entstehenden Problemen befasst.

Die Titelfigur Mario Lüthi (Max Hubacher) wohnt mit den Eltern Daniel (Jürg Plüss) und Evelyn (Doro Müggler) in der Nähe von Bern. Der junge Mann ist als Spieler in der U21-Mannschaft der BSC Young Boys aktiv und gilt als Nachwuchshoffnung. Seine Chancen, bald in die erste Mannschaft aufzusteigen, stehen gut; der Spielerberater Peter Gehrling (Andreas Matti) soll ihm dabei helfen, sein Ziel zu erreichen. Der aus Hannover kommende Leon Saldo (Aaron Altaras), der eines Tages zu Marios Team hinzustößt, droht zunächst ein Konkurrent für Mario zu werden – rasch zeigt sich allerdings, dass die beiden auf dem Spielfeld optimal miteinander harmonieren.

Auf Anordnung des Trainers Roger Maillard (Joris Gratwohl) beziehen Mario und Leon eine Spieler-WG in der Stadt – und verlieben sich ineinander. Es dauert nicht lange, bis innerhalb der Mannschaft Gerüchte umgehen, weshalb Mario und Leon ihre Gefühle füreinander gänzlich verbergen müssen. Um seinen weiteren Karriereweg nicht zu gefährden, gibt Mario seine beste Freundin Jenny (Jessy Moravec) in der Öffentlichkeit als Alibi-Lebensgefährtin aus. Leon ist indes nicht bereit, sich zu verstellen.

„Mario ist weder laut noch aufrührerisch oder auf grosse politische Wirkung zielend. Vielmehr erzählt Gisler die stille, aber umso berührendere Geschichte einer grossen Liebe, die sich letztlich so auch in einem anderen Kontext eines 'Liebesverbots' zutragen könnte.“  Zitat aus der Aargauer Zeitung

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung  

Film: Der Trafikant

Datum 19.06.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben
Kategorien

Genre: Tragikomödie
Österreich/Deutschland 2018
Regie: Nikolaus Leytner
Drehbuch: Nikolaus Leytner, Klaus Richter nach dem gleichnamigen Bestseller von Robert Seethaler
Länge: 114 Min.
FSK 12

Wien 1937: Der siebzehnjährige Franz Huchel (Simon Morzé) kommt in die Stadt, um eine Lehrstelle in einer Trafik (österreichisch für Tabak- und Zeitschriften-Laden) bei einem Jugendfreund der Mutter  (Johannes Krisch) anzutreten. Huchel ist naiv, verträumt und behütet auf dem Land aufgewachsen. Die Großstadt überfordert den Jungen. Durch die Zeitungen lernt er die Welt kennen, am Prater die Liebe, als er auf Tänzerin Anezka (Emma Drogunova) trifft. Doch Wien im Jahr 1937 steht kurz vor einem brutalen Umschwung.

Wenn der Kopf nicht weiterweiß, soll man dem Herzen folgen. In der Trafik lernt Huchel zufälligerweise den schon damals berühmten Sigmund Freud (Bruno Ganz) kennen. Huchel erhofft sich einen guten Rat in Liebesdingen, denn Anezka betrachtet den Burschen bloß als Affäre. Dummerweise ist auch Freud in Sachen Frauen überfragt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine eigenwillige Freundschaft. Dann wird Österreich ans Reich angeschlossen und Wien ändert seine Farben.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung   

Film: 25 km/h

Datum 03.07.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
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Kategorien

Genre: Komödie/Road Movie
Deutschland 2018
Regie: Markus Goller
Drehbuch: Oliver Ziegenbalg
Länge: 116 Min.
FSK 6

Es macht sofort gute Laune, den Manager Christian (Lars Eidinger) in Anzug mit Krawatte auf dem alten Mofa mit Hochlenker kauern zu sehen. Gefolgt wird er von seinem Bruder Georg (Bjarne Mädel), ebenfalls im Beerdigungsanzug und auf einem motorisierten Zweirad, das die titelgebende Geschwindigkeit nicht übersteigt. Es sei denn, die Fahrt geht, mit lautem Geschrei Christians, gerade bergab. So durchzieht diese Komödie, in der es um die Befreiung aus persönlichen Sackgassen geht, schon rein optisch eine ironisch gebrochene Easy Rider-Atmosphäre.

Überhaupt ist ein auf das Medium Spielfilm im Allgemeinen und das Buddy-Movie im Besonderen anspielender Humor ein Kennzeichen dieser fidelen Komödie, die selbst aus lauter Versatzstücken besteht. Selbstbewusst präsentiert sie sich als Konfektionsware, die den Publikumsgeschmack treffen will. Denn ist Film nicht auch ein Konsumartikel wie ein Hugo oder ein Aperol Spritz, entweder in seiner Rezeptur gerade angesagt oder eben nicht?

Christian kehrt zur Beerdigung seines Vaters nach 30 Jahren in seinen Heimatort im Schwäbischen zurück. Er ist Manager in Singapur und Handyanrufe verfolgen ihn auf Schritt und Tritt. Georg hat das Provinzkaff nie verlassen, er wurde Tischler, kümmerte sich um seinen Vater, bis zum Schluss. Christian, der in Singapur einsam ist, kreischt vor Freude laut auf, als er auf dem Dachboden die alte Tischtennisplatte entdeckt. Ein nächtliches Match lockert auch den sehr reservierten Georg, spontan holen die Brüder ihre Mofas hervor und fahren los, fort, weit fort.

Bei einer der vielen brüderlichen Aussprachen unterwegs wird Georg seinem Bruder vorhalten, dass der Vater im Alter immer nach ihm gefragt, er sich jedoch nie gemeldet habe. Später wird Christian dem Bruder vorhalten, er sei nur zu feige gewesen, auch wegzuziehen. Wie oft hat man nicht schon Geschwister im Film Dialoge wie diese wechseln hören?

Dass diese Reise trotzdem so leicht und locker, ja beschwingt verläuft, liegt am treffenden Humor.

Indem die beiden Brüder wieder große Jungs sind und den Spaß in ihr festgefahrenes Leben lassen, entdecken sie neue Wege, stoßen sich gegenseitig aus dem Trott, hin zu den Hürden, vor denen sie immer zurückscheuten. Georg zum Beispiel redet sich die zögerliche Haltung gegenüber der von ihm verehrten, unglücklich verheirateten Tanja (Sandra Hüller) schön, indem er sagt, er respektiere den Stand der Ehe. Auch die Auftritte weiterer bekannter Schauspieler wie Alexandra Maria Lara, Wotan Wilke Möhring, Jella Haase mehren den Filmgenuss, zu dem die launige Musikbegleitung mit Rock- und Popsongs ebenfalls ihren Teil beiträgt. Dem Duo Goller und Ziegenbalg ist also erneut ein stimmiger Film gelungen. Trotz seines Mainstreamcharakters erweist er sich als pfiffig genug, um beschwingtes Kinovergnügen zu bieten.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung  

Film: Bohemian Rhapsody

Datum 17.07.2019
Uhrzeit 20:15 Uhr
Veranstalter: Veranstalter Kommunales Kino Trossingen e. V.
Veranstaltungsort: Anschrift Saal des Hotel-Restaurants Linde, Seiteneingang Gaisengasse
E-Mail-Adresse E-Mail schreiben
Kategorien , Sonstiges

Genre: Biopic/Musik
Großbritannien/USA 2018
Regie: Bryan Singer, Dexter Fletcher
Drehbuch: Anthony McCarten
Länge: 134 Min.
FSK 6

FBW-Filmbewertung - Prädikat besonders wertvoll

"Bohemian Rhapsody" erzählt die Geschichte wie Freddie Mercury und seine Bandmitglieder Brian May, Roger Taylor und John Deacon Queen gründeten – eine der legendärsten Rockgruppen aller Zeiten. Der Film begleitet Queen, während sie Hit über Hit produzieren, die Musikcharts anführen und dabei ihre Musik immer weiter entwickeln. Durch so grundverschiedene Songs wie „Killer Queen”, „Bohemian Rhapsody”, „We Are The Champions” und „We Will Rock You” sowie unzählige weitere Songs gelang der Band ein beispielloser Erfolg, der Freddie zu einem der beliebtesten Entertainer weltweit machte.

Doch hinter der Fassade von Erfolg kämpft Freddie mit seiner inneren Zerrissenheit. Der aus Sansibar stammende Parse sucht unablässig nach seinem Platz in der Welt, während er gleichzeitig versucht, sich in einer Gesellschaft, die in Stereotypen und Erwartungen gefangen ist, mit einer Sexualität zu arrangieren, die er selbst kaum definieren kann. Freddie wagt es, sich zu widersetzen, aber zahlt auch den Preis dafür. Zum exzessiven Leben verführt und von dunklen Kräften getrieben, trennt sich Freddie von Queen, um eine Solo-Karriere zu starten. Sein Versuch, sich als Solo-Künstler neu zu erfinden, endet mit Enttäuschung und weiterer Isolation.

Freddie, der unter der fehlenden Zusammenarbeit mit Brian, Roger und John – seiner Rock’n’Roll-Familie leidet, erkennt schließlich, dass die Magie von Queen und das Geheimnis ihres Erfolges darin liegt, dass sie zusammenarbeiten und sich gegenseitig beflügeln. Freddie gelingt es rechtzeitig für „Live Aid” – dem größten Konzert aller Zeiten – die Band wieder zu vereinen. Aber das Schicksal und sein exzessiver Lebensstil legen ihm ein niederschmetterndes Hindernis in den Weg, eins das in zwingt, sich seiner eigenen Sterblichkeit zu stellen und sie zu akzeptieren. Nachdem er es ein weiteres Mal schafft, seine persönlichen Konflikte und alle Schwierigkeiten zu überwinden, gibt die Band das beste Konzert in der Geschichte der Rockmusik.

Queen zementiert damit ein Vermächtnis, das noch heute Außenstehende, Träumer und Musikliebhaber inspiriert. Auf Freddies Weise, und nicht der vom Rest der Welt.

 

Anke Weier Postfach 1144, 78635 Trossingen Festnetz: 07425 3393992

Karten an der Abendkasse, Platzreservierungen unter www.koki-trossingen.de
Eintritt 6,00 € Ermäßigt 5,00 € Mitglieder, Studierende, Schüler, Menschen mit Behinderung